70 Jahre Vereinstreue, zahlreiche Auszeichnungen und ein starkes Team: Die Freiwillige Feuerwehr Auerbach würdigte beim Kameradschaftsabend das Engagement ihrer Mitglieder.

Im Zeichen der Kameradschaft, des Dankes und der Anerkennung stand der Kameradschaftsabend der Freiwilligen Feuerwehr Auerbach im Kolpingsaal. Zahlreiche Feuerwehrkameradinnen und -kameraden sowie Ehrengäste, darunter Bürgermeisterin Birgit Barth, Kreisbrandinspektor Hans Sperber und Kreisbrandmeister Michael Schmidt, waren zusammengekommen, um auf die geleistete Arbeit zurückzublicken und besondere Verdienste zu würdigen.
In seiner Ansprache betonte der erste Kommandant die Bedeutung von Zusammenhalt, Ausbildung und Einsatzbereitschaft. Die Feuerwehrleute bereiten sich mit regelmäßigen Übungen und vielfältigen Lehrgängen auf ihre anspruchsvollen Aufgaben vor. Zu den Aktivitäten des vergangenen Jahres zählten unter anderem eine Evakuierungsübung mit dem Bayerischen Roten Kreuz im Caritas-Heim, die Leistungsprüfung „Technische Hilfeleistung“, eine Gefahrgutübung bei der Firma ZF sowie Schulungen zur Zusammenarbeit mit Polizei und Stadtverwaltung.
Auch die Kinder- und Jugendfeuerwehr leisten einen wichtigen Beitrag für die Zukunft der Wehr. Den zahlreichen Ausbilderinnen und Ausbildern sowie allen ehrenamtlich Engagierten galt deshalb ein besonderer Dank. Ebenso wurde die Unterstützung der Stadt Auerbach hervorgehoben. Ein wichtiges Zukunftsprojekt ist die Ersatzbeschaffung für das über 30 Jahre alte Tanklöschfahrzeug. Der Stadtrat hat die Anschaffung eines neuen TLF 3000 Staffel einstimmig befürwortet. Gemeinsam mit der Firma IBG und der Kreisbrandinspektion laufen die weiteren Planungen.
Erfolgreiche Prüfungen und zahlreiche Lehrgänge
Ein Schwerpunkt des Abends waren die Auszeichnungen für bestandene Prüfungen und absolvierte Ausbildungen. Beim Wissenstest der Jugendfeuerwehr stand das Thema „Schläuche, Armaturen und Leinen“ auf dem Programm. Besonders erfreulich war das Ergebnis im theoretischen Teil: Über alle Prüflinge hinweg wurde lediglich ein einziger Fehler verzeichnet. Zudem erhielt die Feuerwehr Auerbach als erste Wehr im Dienstbezirk 3 des Landkreises Amberg-Sulzbach die neuen Wissenstest-Abzeichen in den erweiterten Stufen bis Gold Rot.
Auch bei der Leistungsprüfung „Technische Hilfeleistung“ überzeugten die Teilnehmer. Vier Gruppen stellten sich den Anforderungen eines simulierten Verkehrsunfalls bei Nacht. Dabei mussten unter anderem die Verkehrsabsicherung, der Beleuchtungsaufbau, die Sicherstellung des Brandschutzes und die Vorbereitung des hydraulischen Rettungssatzes bewältigt werden. Alle Gruppen bestanden die Prüfung mit hervorragenden Ergebnissen. Erstmals wurde zudem die Leistungsprüfung THL Ü 40 durchgeführt.
Darüber hinaus absolvierten zahlreiche Mitglieder Lehrgänge auf Standort-, Landkreis- und Landesebene. Die Bandbreite reichte von der Modularen Truppausbildung und dem Sprechfunklehrgang über die Atemschutzausbildung bis hin zu Fortbildungen für Gruppen- und Zugführer, Drehleitermaschinisten und Maschinistenausbilder. Damit stärkt die Feuerwehr kontinuierlich ihre fachliche Kompetenz und ihre Einsatzfähigkeit.
Beförderungen als Anerkennung des Engagements
Für ihren Einsatz und ihre erfolgreiche Weiterbildung wurden mehrere Mitglieder befördert. Daniel Stefandl und Luca Schreg erhielten den Dienstgrad Feuerwehrmann. Timo Kirzdörfer, Nils Erben und Jakob Krokauer wurden zu Oberfeuerwehrmännern befördert. Sebastian Henke wurde zum Löschmeister ernannt, Simon Kraus erhielt nach erfolgreich absolviertem Zugführerlehrgang den Dienstgrad Brandmeister.
Ein besonderer Höhepunkt waren die Ehrungen für langjährige aktive Dienstzeiten. Jaden Clark, Niklas Heringklee, Jonas Meier, Sebastian Bruckner und Valentin Weber wurden für zehn Jahre aktiven Feuerwehrdienst ausgezeichnet. Jakob Krokauer erhielt eine Ehrung für 20 Jahre Feuerwehrdienst. Für jeweils 25 Jahre aktiven Dienst wurden Tobias Baumgart, Sebastian Friedl und Sebastian Kraus geehrt. Ihre langjährige Erfahrung, ihre fachliche Kompetenz und ihre Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, sind wichtige Säulen der Feuerwehrgemeinschaft.
Jahrzehnte der Treue zur Feuerwehr
Besonders bewegend waren die Ehrungen für langjährige Vereinszugehörigkeit. Fritz Waldmann wurde für 50 Jahre Mitgliedschaft ausgezeichnet. Seit seinem Eintritt im Jahr 1976 unterstützt er die Wehr nicht nur durch seine frühere aktive Tätigkeit, sondern bis heute mit handwerklichem Können, kreativen Lösungen und großzügiger Unterstützung.
Heinrich Kirchner blickt auf 60 Jahre Vereinszugehörigkeit zurück. Er begann seinen Feuerwehrweg 1966 bei der Feuerwehr Leitershofen und war über 40 Jahre als Fahnenträger tätig. Auch nach seiner aktiven Dienstzeit bringt er seine Erfahrung in die Vereinsarbeit ein.
Eine außergewöhnliche Ehrung erhielt Konrad Steger für 70 Jahre Vereinszugehörigkeit. Seine Feuerwehrlaufbahn begann 1956 bei der Feuerwehr Sassenreuth, bevor er 1964 zur Feuerwehr Auerbach wechselte. Als aktiver Feuerwehrmann, langjähriger zweiter Vorsitzender und maßgeblicher Mitgestalter des Feuerwehrgerätehauses prägte er die Wehr über Jahrzehnte. 2012 wurde er bereits zum Ehrenmitglied ernannt.
Eine weitere besondere Auszeichnung wurde Helmut Lauss zuteil. Nach jahrzehntelangem aktivem Dienst und mehr als 20 Jahren in der Führung der Feuerwehr wurde er zum Ehrenmitglied der Freiwilligen Feuerwehr Auerbach ernannt. Auch nach seinem Wechsel in die passive Abteilung im Jahr 2020 blieb er der Wehr eng verbunden.
Für besondere Verdienste bedankte sich der Verein außerdem beim engagierten Pizzateam, das bei Veranstaltungen wie dem Wachfest für die Verpflegung der Gäste sorgt. Als Zeichen der Anerkennung erhielten die Mitglieder eigens angefertigte Feuerwehr-Auerbach-Pizzaschürzen.
Dank an Familien und Unterstützer
In den Grußworten würdigten Bürgermeisterin Birgit Barth und Kreisbrandinspektor Hans Sperber die Bedeutung der Feuerwehr und ihres ehrenamtlichen Engagements. Zum Abschluss dankte die Vereinsvorsitzende der gesamten Mannschaft sowie den Partnerinnen und Partnern der Feuerwehrleute. Ihre Unterstützung und ihr Verständnis seien entscheidend dafür, dass die Aktiven jederzeit für Einsätze bereitstehen können.
Der Kameradschaftsabend machte deutlich, dass die Freiwillige Feuerwehr Auerbach weit mehr ist als eine Einsatzorganisation. Sie lebt von Ausbildung, Verantwortungsbewusstsein, gegenseitiger Unterstützung und Menschen, die sich über Jahrzehnte hinweg für die Gemeinschaft einsetzen. Unter dem Leitspruch „Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr“ klang der Abend in geselliger Runde aus.
Bild und Bericht: FF Auerbach
