Sieben Vegetationsbrände an einem Tag – Feuerwehren verhindern größere Schäden

Die anhaltende Trockenheit und die sommerlichen Temperaturen haben sich am Mittwoch, 29. Juli, deutlich bemerkbar gemacht. Insgesamt sieben Einsätze aufgrund von Flächen-, Wald- und Vegetationsbränden forderten die Feuerwehren im Landkreis Amberg-Sulzbach innerhalb weniger Stunden.

 

Bereits um 08:42 Uhr wurden die Feuerwehr nach Auerbach alarmiert. Dort hatte ein bereits gelöschtes Lagerfeuer erneut zu rauchen begonnen. Nur rund eine Stunde später rückten die Einsatzkräfte nach Hirschau aus, wo eine ehemalige Lagerfeuerstelle wieder aufflammte. Dabei brannten rund zwei Quadratmeter Waldboden.

Im weiteren Tagesverlauf folgten mehrere Brände auf Feldern und Stoppelflächen. In Sulzbach-Rosenberg gerieten mehrere Quadratmeter eines Feldes in Brand. Kurz darauf wurden die Feuerwehren nach Poppenricht alarmiert. Während Erntearbeiten hatte sich dort ein Feldbrand entwickelt. Zusätzlich wurden Glutnester in einem Mähdrescher festgestellt. Das landwirtschaftliche Fahrzeug wurde nach den Löscharbeiten vorsorglich mit einer Wärmebildkamera kontrolliert, um ein erneutes Aufflammen auszuschließen.

Nur wenig später musste die Feuerwehr erneut nach Poppenricht ausrücken. Dort war ein Stoppelfeld in Brand geraten. Dank des schnellen Eingreifens der Einsatzkräfte konnte eine weitere Ausbreitung verhindert werden. Am Nachmittag folgten weitere Stoppelfeldbrände in Schnaittenbach sowie in Krickelsdorf, die ebenfalls zügig unter Kontrolle gebracht werden konnten.

Im Einsatz standen die Feuerwehren Auerbach, Ehenfeld, Hirschau, Weiher, Sulzbach, Großalbershof, Poppenricht, Traßlberg, Rosenberg, Schnaittenbach, Holzhammer sowie Gebenbach-Kainsricht.

Kreisbrandrat Christof Strobl zieht nach dem einsatzreichen Tag eine positive Bilanz: „Es zeigt sich, wie schnell sich die Trockenheit bemerkbar macht. Unsere Feuerwehren konnten bei allen Einsätzen sehr schnell eingreifen und Schlimmeres verhindern.“

Besonders hervorzuheben ist erneut die hervorragende Zusammenarbeit mit den betroffenen Landwirten. Durch den schnellen Einsatz von Traktoren, Grubbern und weiterem landwirtschaftlichen Gerät konnten Brandflächen rasch eingegrenzt und eine Ausbreitung wirksam verhindert werden. Diese Unterstützung ist bei Vegetationsbränden ein wichtiger Bestandteil der erfolgreichen Brandbekämpfung.

 

Die Kreisbrandinspektion bedankt sich außerdem bei allen eingesetzten Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmännern, die trotz der hohen Temperaturen hervorragende Arbeit geleistet haben. Durch das schnelle und koordinierte Vorgehen konnten alle Brände zügig unter Kontrolle gebracht und größere Schäden verhindert werden.

Die aktuelle Wetterlage sorgt weiterhin für eine hohe Wald- und Vegetationsbrandgefahr. Für Teile der Oberpfalz gilt derzeit eine hohe Waldbrandgefahrenstufe. Aufgrund der anhaltenden Trockenheit hat die Regierung der Oberpfalz erneut Luftbeobachtungsflüge zur frühzeitigen Erkennung möglicher Waldbrände angeordnet.

Die Kreisbrandinspektion Amberg-Sulzbach appelliert deshalb an die Bevölkerung, besonders umsichtig zu handeln. Offenes Feuer im Wald oder in Waldnähe sollte unterbleiben. Auch achtlos weggeworfene Zigarettenkippen, heiße Fahrzeugteile auf trockenem Untergrund oder Funkenflug können ausreichen, um Brände auszulösen. Bereits bei kleinsten Rauchentwicklungen sollte unverzüglich der Notruf 112 verständigt werden.

Text: KBM Florian Schlegel
Bilder: KBM Michael Werner

KBM Florian Schlegel

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